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Die Firmengeschichte im Überblick

 

Der Freiburger „Handelsmann“ Jospeph Schneckenburger gründete am 8. Juni 1863 in seinem Haus Nr. 641 in der Adelhauserstraße, in Freiburgs Schneckenvorstadt, einem Handwerkerviertel, eine Tapetenhandlung, zwei Häuser weiter als die damalige Hauptpost. Er setzte damit auf einen Artikel, der, im Zusammenhang mit dem Übergang von handwerklicher zu industrieller Fertigung, erschwinglich wurde und begann, sich einen Markt zu erobern.Übrigens: 1863 hatte Freiburg 20880 Einwohner in 1537 Häusern, 1872 waren es bereits 24603 Einwohner in 1823 Häusern.


Ab dem Jahr 1881 hielt sich der gebürtige Kölner Buchhändler Constantin Frese in Freiburg auf. 1884 ehelichte er das Mündel von Joseph Schneckenburger, Therese Götz und übernahm den Betrieb. Diesen verlegte er bereits 1885 in die Kaiserstraße 139. Im Jahr 1888, dem „Dreikaiserjahr“, verstarb der Firmengründer.Das Unternehmen gedieh und hatte bald einen guten Ruf. Deshalb vergrösserte man sich und zog 1907um in das Nachbarhaus, das heute noch bestehende Opelhaus am Holzmarktplatz. Das benachbarte„Goethe-Gymnasium“ hieß damals „höhere Töchterschule“.

 

1924 trat dann der jüngste Sohn, Hermann Frese, geboren im Jahr 1895, in das Unternehmen ein. Mit dem Ende der zwanziger Jahre folgten im Rahmen der Weltwirtschaftskrise schwere Zeiten. Bereits im Jahr 1939 wurde das Unternehmen bis zum Kriegsende geschlossen da Hermann Frese zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Das Geschäftshaus Salzstrasse 16, in dem sich das Unternehmen seit 1924 befand, wurde beim Luftangriff am 27.11.1944 zerstört.


1947 wurde nach ersten Schritten im Wohnzimmer der Familie der heute noch existierend Pavillon im Garten des Hauses in der Adelhauserstrasse als Geschäftslokal in Betrieb genommen. Hermann Frese wagte das Unmögliche und erwarb ein Trümmergrundstück in bester Lage. Bereits 1950 konnte ein Neubau am Rathausplatz bezogen werden. Bis heute ist hier das Unternehmen präsent.

 

1957 und 1961 nahmen mit Günter und Hermann Frese jun. bereits die Angehörigen der vierten Generation ihre Tätigkeit auf. Bereits 1973 verstarb Günter Frese und Hermann Frese war nun Alleininhaber. Seit dieser Zeit firmiert das Unternehmen als Frese GmbH. In diesen Jahren floriert das Unternehmen, es war die Hochphase der Innenraumgestaltung. Die achtziger Jahre brachten eine Veränderung der Einrichtungstrends mit Folgen für die Gestaltung des Ladengeschäfts. 1986 wurden nach einem halbjährigen Umbau lichtdurchflutete Räume im Obergeschoß bezogen, ein Großteil des Erdgeschosses wurde vermietet. Die nächsten Jahre zeigten, dass dieses die richtige Entscheidung war.

 

1997 übernahm mit Philipp Frese bereits die fünfte Generation das Ruder. Wie auch jeder seiner Vorfahren setzt er mit Veränderungen im Sortiment seine eigenen Schwerpunkte. Im Oktober 2008 gelingt mit dem Umzug in die Basler Straße 96 die Verbindung der Betriebsteile Ladengeschäft, Werkstatt und Verwaltung. Ein lichtdurchfluteter Ausstellungsraum erlaubt die großzügige Präsentation des umfangreichen Sortiments. Im 146. Jahr nach der Firmengründung zeigt sich das Unternehmen wieder einmal ganz auf der Höhe der Zeit.